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Brief zum Abschied von Frau Rosenkranz

„Manchmal muss man Lebewohl sagen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen und neue Ziele zu erreichen.“

Liebe Schüler*innen, sehr geehrte Eltern und sehr geehrte Netzwerkpartner*innen,

erst einmal möchte ich mich recht herzlich bei allen bedanken, die zu mir kamen, um sich von mir zu verabschieden. Herzliche Worte, Gesten und Grüße, Blumen und (coronafreie) Umarmungen erreichten mich. Das hat mir den Abschied etwas versüßt.

Ich möchte mich von euch/ ihnen auch noch einmal über diesen Weg mit ein paar Worten verabschieden und mich vor allem bei allen bedanken - bedanken für das Vertrauen in mich und meine Arbeit hier vor Ort! Die Zeit hier mit euch und ihnen wird mir in sehr guter Erinnerung bleiben! Deshalb gehe ich auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Seit Februar 2017 stand ich euch/ ihnen als Schulsozialarbeiterin zur Seite. Schulsozialarbeit war nichts Neues für euch. Und trotzdem war vieles von dem neu, was ich unter Schulsozialarbeit verstand. Reden? Jetzt? Warum? ...so manch ein Schüler oder Schülerin wusste nicht, wozu reden gut sein konnte. Ich musste mir erst einmal einen Vertrauensbonus bei allen erarbeiten. Nach und nach wurde ich eine Zuhörerin, eine Beraterin & Seelsorgerin, eine Streitschlichterin, eine Ausbilderin, eine Spielanleiterin, eine Begleiterin in Notlagen, eine Präventionsberaterin, eine Organisatorin, eine Ideengeberin, Köchin, manchmal war ich die Reporterin und immer auch eine Kollegin.

Wenn ich auf die Jahre hier zurückblicke, dann fallen mir vor allem die vielen Gespräche mit euch Schülern ein. Ihr, die ihr so unbefangen zu mir ins Büro kamt, nur mal so, oder um der Kälte draußen zu entfliehen und um einen warmen Tee zu trinken, manchmal, weil die Sorgen immer größer wurden und das Lernen kaum noch möglich war.
Genau das macht diese Arbeit hier so einzigartig! Kinder und Jugendliche auf ihren Lebenswegen zu begleiten, sich gemeinsam auf die Reise nach persönlichen Möglichkeiten und Ressourcen zu begeben und dabei die Unterschiedlichkeiten eines jeden Einzelnen zu akzeptieren und anzuerkennen.

Die Gespräche mit euch, aber auch die Gespräche mit ihnen – liebe Eltern – haben meinen Arbeitsalltag bereichert. Ich durfte erleben, wie sich Lebenswege entfalten, aber auch gestalten. Und das ist ein Geschenk!
Mich beeindruckte auch die Vielfalt der inhaltlichen Gruppenarbeiten, die ich hier erfahren und auch leisten durfte. Auch ich habe in den Jahren hier viel Neues dazugelernt. Gern erinnere ich mich an die Mitgestaltung von Klassenleiterstunden, die Unterstützung und Begleitung der BUS-Engel und der Schülervertreter*innen an unserer Schule, die Organisation von Präventionsprojekten, die Vorbereitung und Begleitung der Kennenlerntage, die vielen Sozialtrainingsstunden in den Grundschulklassen, die Koch-AGs, die Begleitung von Klassenfahrten, das Entspannungs- und Konzentrationstraining und noch vieles mehr. Aber mein absolutes Lieblingsangebot im Ganztagsbereich war und bleibt die Ausbildung von Streitschlichtern. Mit welchem Elan und Herzblut die Grundschüler, aber auch die Schüler in den oberen Klassen das Know how eines Streitschlichters erlernen wollten, hat mich beeindruckt.
Als „best off“ würde ich die Ferienangebote bezeichnen, die ich Schülern in den Sommerferien anbieten konnte. Dort lernte ich euch noch einmal ganz anders kennen, als in eurem Schulalltag. In diesem Jahr gab es ein alternatives Winter-Ferienprogramm „to go“, bzw. für zu Hause – auch dabei hat mir die Organisation Spaß gemacht.
Die Arbeit mit euch/ ihnen hat mir immer große Freude bereitet. Ich bin dankbar, dass ich hier gemeinsam mit euch/ihnen so viel erleben durfte, euch begleiten konnte, mein Engagement und Wissen zur Verfügung stellen konnte und ich auf wirklich sehr schöne Jahre hier zurückblicken kann.
Doch jetzt ist der Moment des Abschieds gekommen und ich folge meinem inneren Kompass, um mich neuen Herausforderungen zu stellen. Nach ein paar Tagen Resturlaub beginnt dann am 01.04. ein neuer beruflicher Abschnitt für mich. (Ich bleibe dabei der Kinder- und Jugendarbeit treu!  )
Ich wünsche allen beste Gesundheit, kommt gut durch diese Pandemie!
Liebe Schüler*innen - schlagt euch tapfer durch eure Schulzeit – lernt mit Freude und geht (bald) gern (wieder) zur Schule. Dabei bleibt stets hoffnungsvoll und zuversichtlich – es gibt immer eine Lösung! Ich wünsche euch bei allem viel Erfolg!
„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ (-Aristoteles)
Wenn es also mal nicht vorwärts gehen sollte – versucht einen anderen Weg einzuschlagen. Dabei wünsche ich gutes Gelingen!
Meiner Nachfolge wünsche ich gutes Gelingen und ein gutes Ankommen hier an eurer Schule!
Herzlichst
F. Rosenkranz

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